Atomkraft, ein Auslaufmodell
Auch wenn vor dem atomaren Supergau in Fukushima (Japan) im Frühjahr 2011 noch viele Menschen davon ausgingen, dass Atomkraft sicher sei, haben schon damals zahlreiche Sicherheitsstudien gezeigt, dass es auch in den modernsten Atomkraftwerken zu folgenreichen Unfällen kommen kann. Egal ob durch menschliches Versagen, durch terroristische Anschläge oder, wie in Japan, durch eine Naturkatastrophe hervorgerufen. Nach dem Supergau mit dem schlimmsten denkbaren Szenario, einem Versagen des Kühlsystems und der damit verbundenen Kernschmelze, war aber auch dem Letzten klar, dass Atomkraftwerke gefährlich sind. Um eine solche Katastrophe mit Tausenden sofort Geschädigten und Millionen Langzeitgeschädigten in Deutschland zu verhindern, hat sich die Bundesregierung entschieden, aus der Atomkraft auszusteigen.
Gegen Atomkraftwerke sprechen aber auch noch andere Gründe. Es gibt zwar immer wieder anderslautende Kampagnen, aber Atomenergie ist nicht CO2-neutral. Neben dem hohen Aufwand, der bei der Gewinnung von Uran entsteht, muss auch der Transport aus den Abbaugebieten zu dem Atommeilern bedacht werden. Extrem CO2-intensiv ist zudem die Aufbereitung der Brennstäbe.
Eine noch größere Umweltbelastung stellt aber der atomare Abfall dar. Auch nach mittlerweile über 40 Jahren Kernenergienutzung in Deutschland gibt es noch kein geeignetes Endlager für radioaktiven Müll. Inzwischen haben sich mehr als 100.000 Kubikmeter radioaktive Abfälle angesammelt. Darin enthalten sind auch zum Teil hoch radioaktive Abfälle mit sehr langlebigen Nukliden. Insbesondere die abgebrannten Brennelemente haben teilweise Halbwertszeiten von einigen 100.000 Jahren. Dies ist eine Belastung nicht nur für uns, sondern für Hunderte nachfolgende Generationen. Auch wenn es diverse Konzepte zur unterirdischen Lagerung gibt, konnte in Deutschland noch kein Standort für ein solches Endlager gefunden werden.
Als Fazit lässt sich sagen, dass die deutsche Gesellschaft froh sein kann, dass die Atomenergie bald der Vergangenheit angehört. Nicht nur der Umwelt tun wir damit einen Gefallen, auch uns selbst und unseren Kindern wird es besser gehen, wenn das letzte Atomkraftwerk vom Netz gegangen ist.
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