Effektive Nutzung von Wasserenergie
Die Energie des Wassers wurde schon zu frühesten Zeiten als regenerative Energiequelle genutzt. So wurden bereits im Mittelalter Mühlen in der Nähe von fließenden Gewässern gebaut, um die schweren Mühlsteine durch Umwandlung der potenziellen Energie des Wassers in Rotation zu bewegen. Bis heute hat sich an diesem Prinzip nicht viel verändert. In den Tagen der hoch entwickelten Elektrotechnik wird die Wasserkraft allerdings nicht direkt genutzt, sondern mittels der Energieträger in Strom umgewandelt. Dies geschieht besonders effektiv durch folgend aufgelistete Methoden:
Die Stromgewinnung durch Wasserkraftwerke ist die gängigste und ergiebigste Methode. Diese befinden sich oft an aufgestauten Flussläufen. Je höher die aufgestaute Wassermasse, desto mehr potenzielle Energie steht zur Verfügung. Ein Öffnen der Luken in der Staumauer lässt das Wasser auf eine Turbine hinabstürzen. Die dabei entstehende Rotationsenergie wird an stationäre Generatoren weitergegeben, die nun den Strom erzeugen. Bei Wasserwerken unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten wie z.B. Lauf- oder Pumpspeicherwasserwerken.
Ein weiteres Prinzip der Nutzung von Wasserenergie erfolgt durch sogenannte Gezeitenkraftwerke. Diese nutzen den natürlichen Gang der Ebbe und Flut, um durch eine Turbine Strom zu erzeugen. Dabei wird ein Staudamm an einer Bucht errichtet, in der sich eine Turbine befindet. Tritt nun die Flut ein, entsteht am Damm ein starker Wasserdruck, der die Turbine letzten Endes antreibt. Bei Ebbe ist der gegenläufige Vorgang der Fall.
Seltener sind sogenannte Meeresströmungskraftwerke. Dabei werden unter Wasser befestigte Turbinen durch die kontinuierliche, langsame Strömung des Meeres angetrieben.
Heute wird ungefähr 18 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs durch Wasserkraft gedeckt, wobei man sich einig ist, dass diese Art der Energieerzeugung wesentlich mehr Potenzial birgt, als zurzeit genutzt wird.
