Erdwärme effektiv nutzen

Erdwärme bzw. Geothermie bezeichnet die Wärme, die in der Oberfläche der Erdkruste gespeichert ist. Mit moderner Technologie kann man diese Form der regenerativen Energie nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Kühlen und zu der Erzeugung von Strom effektiv nutzen. Im Folgenden sind die gängigsten Methoden der Gewinnung von Erdwärme in aufsteigender Rangfolge ihrer Effektivität aufgelistet.

Im Vergleich zu anderen Methoden der Erdwärmegewinnung ist die Nutzung von Erdwärme mittels sogenannter Flachsonden am wenigsten effektiv. Die Flachsonden werden in einer Tiefe von ca. ein bis zwei Metern in das Erdreich eingelassen. Im Gegensatz zu einer Tiefbohrung funktioniert diese Methode nur auf einer relativ großzügigen Fläche. Die Trägerflüssigkeit im Innern der Sonden nimmt die in der Erde gespeicherte Wärme auf und erwärmt mit ihrer Hilfe das Wasser im Kessel des Hauses. Diese kann nun über diverse Heizkörperarten wie z.B. der Fußbodenheizung abgegeben werden.
Eine wesentlich effektivere Methode ist die der Tiefbohrung. Dabei wird eine einzelne, wie eine Flachsonde arbeitende Vorrichtung tief in die Erde eingelassen. Diese Methode hat nicht nur den Vorteil, dass sie durch die höhere Wärme in der Tiefe mehr Heizleistung pro Durchlauf gewinnt, sie ist zudem noch viel platzsparender. Ein Nachteil ist die relativ teure Bohrung des benötigten Schachts, deren Kosten je nach Untergrund und Gesteinsart variiert.
Die ergiebigste Art der Nutzung von Erdwärme ist die über das Grundwasser. Dazu werden zwei Brunnen im Verfahren der Tiefenbohrung angelegt. Das durch die Erdwärme erwärmte Wasser wird an dem einen Brunnen abgepumpt, über einen Wärmetauscher dem Heizkreislauf zu- und dann am anderen Brunnen wieder abgeführt.

Alles in allem steht die effiziente Gewinnung der Erdwärme in einem sehr guten Verhältnis zu den Kosten der Anschaffung. Die Einsparung der Kosten für fossile Brennstoffe und Wartung der Brennheizung durch den Schornsteinfeger rentiert sich bereits nach kurzer Zeit.

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