Erdwärme nutzen – aber wie?

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Erdwärme (auch Geothermie) ist in erster Linie eine ökologisch sinnvolle Quelle für Energie. Es existieren 3 Nutzungsarten für Erdwärme: direkte Nutzung, Heizen und Stromerzeugung.

Bei der direkten Nutzung wird das Warmwasser direkt genutzt; wie zum Beispiel in den Bädern des Römischen Reiches oder den heutigen auch in Deutschland befindlichen Thermalquellen. Diese Nutzungsart der Erdwärme ist in heutiger Zeit sehr wenig verbreitet. Das direkte Heizen mit Erdwärme ist sehr populär und ökologisch. Bei dieser Technik wird in 1000 bis 4500 Metern Tiefe gebohrt, das Warmwasser wird gefördert, eventuell auch unter Einsatz einer Wärmepumpe, dann wird mit diesem Wasser ein sekundärer Wärmekreislauf erhitzt und das abgekühlte Wasser wieder in die Schicht geleitet aus der es entnommen wurde. Diese Methode eignet sich besonders für kleinere Gebäude und Erdwärmegewinnungsmaßnahmen im kleineren Umfang.

Die Wärme kann auch auf mehrere Gebäude mit Leitungen verteilt werden.

Bei der Nutzung der Erdwärme zur Stromerzeugung werden sehr heiße Wasserreservoirs benötigt.

In Deutschland gibt es daher noch nicht so viele Erdwärmekraftwerke, da die Kosten für eine Anbohrung und die damit verbundenen Risiken in einem akzeptablen Verhältnis zum wirtschaftlichen Gewinn stehen. Die Stromgewinnung durch Erdwärme erfolgt, indem das Heiße Wasser aus der Tiefe gefördert wird. Mit dem Heißwasser wird ein sekundärer Wärmekreislauf erhitzt, welcher dann durch Dampf Druck erzeugt und eine Turbine antreibt. Diese erzeugt schließlich mit Hilfe eines Generators Strom.

Die Nutzung der Erdwärme ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll, die Energiemenge ist nahezu unbegrenzt und weitestgehend CO2-neutral. Wenn Stromanbieter gezwungen sind, weniger Energie aus atomarer Kernenergie zu gewinnen, wird sich die Nutzung der Erdwärme weiter verbreiten. In anderen Ländern wie in den USA ist die Erdwärmeförderung aufgrund von geeigneteren geografischen Gegebenheiten deutlich weiter fortgeschritten.

Foto © Niklas Kratzsch – Fotolia.com

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